Magdeburg

Die ausverkaufte Magdeburger Feuerwache 
Foto: Ernesto Uhlmann

Alles im Magdeburger Backstage war nass. Unsere Freudentränen standen ungelogen knöchelhoch, aber wir konnten unsere Emotionen einfach nicht kontrollieren – Das Konzert war AUSVERKAUFT. 

Wir bedanken uns bei allen Blondinators, die uns unterstützen. Wir sind dafür sehr dankbar. 


Wir haben uns ein bisschen in die Hose gemacht, als wir am Samstag den Support für Kraftklub spielten. 12.000 Menschen verfolgten unser Konzert mit kritischem Blicke. Doch am Ende ging alles gut, die Menschen haben geklatscht und niemand schmiss Fische aus der nahe gelegenen Elbe auf uns.  Das wäre auch echt schade gewesen, denn wir hatten unsere beste Auftrittsrobe an.


 

Bei 50 Grad im Schatten spielten wir drei Festivals nacheinander. Zwischen den Auftritten haben wir eigentlich nichts gemacht, außer herumzuliegen und zu schmelzen. Die Bühnen ähnelten Schnellkochtöpfen und Lottas Arsch verschmolz mit dem Schlagzeughocker. Das war nicht einfach, sie ohne Komplikationen vom Stuhl zu trennen.

Danke an Rocken am Brocken, Jenseits von Millionen und Andy ist auf einem Tennis Turnier.


 

Dass im Catering-Raum auf dem Nonstock Festival bis vor kurzem noch Kühe untergebracht waren, hat man gerochen. Trotzdem hat es uns gut geschmeckt. Wir lieben die raue Natur und gutes Essen – beides wurde uns hier geboten.

Uns ist aufgefallen, dass noch nie so viele Menschen mit Kuscheltieren im Publikum waren. Wir versuchen mit viel Fleiß und Mühe eine knallharte und unnahbare Rockband zu sein, aber scheinbar werden wir dennoch als super-softe Schmuse-Indieband wahrgenommen.


 

Wir hatten eine wundervolle Zeit auf dem Puls Open Air. Wir haben viel Alkohol getrunken und gelacht. Bayern ist sehr gut zu uns.


 

Auf dem Lunatic-Festival mussten wir unsere Gäste darauf hinweisen, dass sie bitte nicht mit Flüssigkeiten spritzen sollen. Denn wenn wir davon auch nur einen Tropfen abbekommen, verwandeln wir uns augenblicklich in Meerjungfrauen.
Wie soll man denn mit einer Fischflosse die Bassdrum betätigen?

Flüssigkeiten, die direkt in unsere Körper gelangen stellen jedoch kein Problem dar. So konnten wir mit unseren Freunden von RIKAS ordentlich besaufen.


 

Das Wochenende war einfach umwerfend. Erst die rappelvolle Groovestation und die rappelvollen Still Trees in Dresden und am Tag darauf eine gemischte Sauna in der Erfurter Engelsburg. An beiden Abenden gab es einen von Frauen dominierten Moshpit und in beiden Locations hat das Mikrophon ganz dolle nach Kacka gerochen.


 

Atomino Mania for the dead

Begegnung auf der örtlichen Toilette:
Ein Fan, der laut kotzend über dem Waschbecken hängt. Sich dann gequält aufrichtet, um uns anzuschauen: Ihr seid die von Blond, voll geil, ich mag euch voll… Und dann klatscht von den Mundwinkeln noch so ein Kotzbrocken auf den Waschbeckenrand, rutscht langsam ab und landet schmatzend auf dem Boden.
Solche Fans sind es, die wir Blondinatoren nennen, die selbst in den dunkelsten Zeiten ihres Lebens nie der Glaube an uns verlässt.

Amen.